Mittwoch, 9. September 2009

Das Diakonissenstiftelsen

beim roten X ist mein Zimmer


Mein Zimmer habt ihr auf dem unteren Foto ja schon alle gesehen. Aber das ist nicht das eigentlich spektakuläre an meiner Wohnsituation, denn....mein Zimmer ist eines von tausend (so kommt es mir zumindest vor) im Diakonissenstiftelsen. Das Stift wurde vor ungefähr 130 Jahren erbaut, obwohl das so auch nicht ganz stimmt. Teile des Stiftes wurden erbaut. Tja und dann wurde erstmal nicht mehr aufgehört. Es folgen also unendliche viele Gänge, Treppen, Räume, Flügel... Langsam habe ihc mich an alles gewöhnt, doch am Anfang war dieses Haus eine Qual für mich (man bedenke meinen tollen Orientierungssinn,nicht wahr Papa). Ich habe mich grundsätzlich verlaufen. Musste ich während unseres Seminars in das Tagungszimmer, bin ich erstmal meinen Flur zurückgestiefelt, dann in den nächsten Fahrstuhl. Im Keller angekommen links und die erste wieder rechts. Dann gefühlte drei Kilometer gerade aus und den Keller durch den Ausgang links mit dem Schild "Haven" verlassen. (Eine kurze Keller-Info, man kann von einem Ende des Kellers nicht das andere sehen; die Jungs haben wohl am anderen Ende eine Röntgenabteilung gefunden...) Aber im Garten wurde ja nicht die Einheit abgehalten. Also durch den Garten nach rechts und die erste Tür ins Haus nehmen, wenn der Schlüssel passt. Im Haus den Gang nach links, zwei Treppen hoch und man ist endlich angekommen.
Das Seminar ist ja mittlerweile vorbei und ich muss nicht mehr in den Tagungsraum. Möchte ich aber die "Zivis" besuchen, müsste ich entweder durch den "Verbotenen Korridor" oder aber in den Keller fahren und da mit einem anderen Fahrstuhl wieder hoch. Das ist natürlich etwas gruselig im Dunkeln, also nach sieben. Ich möchte damit NICHT sagen,dass der "Verbotene Korridor" weniger gruselig ist.
Der "Verbotene Korridor", das ist ein Gang, der unseren Flur mit dem der Zivis verbindet. Der Zutritt ist jedoch untersagt, da momentan renoviert wird und wir nicht den Dreck durchs Haus schleppen sollen... Die Kabel hängen von der Decke, die Räume die links nud rechts des Ganges liegen sind gruselig einsam, das Licht geht nicht nud in Gedanken werde ich jedes Mal von unserer Hausmeisterin erwischt und mit ihrem Staubwedel aus der Stadt gejagt. Ihr soltet sie kennen lernen, dann wüsstet ihr wovon ich rede!
Soviel zum Haus. Es ist schön- groß! (Einer der Flügel ist übrigens eine Kirche, die Emmauskirke)
Ach...die Fahrstühle sind wohl aus dem Jahr 1928-zumindest die Schächte. Unser Fahrstuhl hat keine Tür,man sieht also die Wand an sich vorbei eiern. Der Fahrstuhl der Jungs hat "Türen". Es schiebt sich eine eiserne Wand vor den Fahrstuhl, die nicht immer aber meißtens wieder hochgeht. Doch der Fahrstuhl wackelt jedesmal bedenklich hin und her...
Das aller aller Beste am Stift ist jedoch die Lage. Direkt am riesigen Park von Frederiksberg, der super gepflegt ist und irre schön angelegt. Es gibt viele schöne Seen und Brücken, natürlich Bäume ohne Ende, ABER man kann die Elefanten aus dem Zoo beobachten. Es gibt einen kleinen und zwei große. Tja, ich glaub das ist kein Zufall, dass ich hier wohne ;-)

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