Sonntag, 13. September 2009

Wochenend und Sonnenschein :-)

Das letzte Wochenende war völlig verregnet. Benny war zu Besuch und all unsere Aktivitäten (Christiania, Elfefanten gucken, Strøget durchqueren [das ist die 1,6 km lange Einkaufsstraße] ) endeten mit klitschnassen Sachen. Dieses Wochenende war das anders.
Am Freitag starteten wir nach einem leckeren Bier in der Skindergade. Die Party beginnt direkt vor der Haustür, da die Straße mitten im Zentrum liegt.
Wir schlenderten also etwas durch die Straßen und blieben bald in einer völlig überfüllten Straße stecken. Boxen im Fahrradanhänger und einige Paletten Bier, so wurden die Straßen gerockt. Es war wirklich eine hammer Stimmung. Es wurde getanzt, getrunken, gefeiert, gelacht... Es war eigentlich wie an Silvester. Doch unsere Beine wurden lahm und der Rest wurde kalt, also ging es weiter. Unsere erste Station war nach langem hin und her eine art Kneipe in der auch getanzt wurde. Der Eintritt war frei, aber das Bier teuer (4€für eine 0,33 Flasche). Nachdem wir dann mit einigen lustigen Dänen ins Gespräch kamen ging es weiter. Und wir landeten im "Australia". Der Eintritt war in Ordnung, doch den meißten Jungen wurden Fingerabdrücke genommen - sehr gruselig! Naja...die Kopenhagener scheinen das gewöhnt zu sein. Ich war gleich total aufgewühlt und wollte wissen warum und was mit den Daten passiert, aber mir konnte keiner so wirklich weiter helfen. Und meine Aufregung konnte erst recht keiner verstehen. Es hat wohl irgendwelche sicherheitstechnischen Gründe...
Aber es war ein lustiger Abend. Wir lernten Bierpool kennen, tanzten zu irgendwelchen bescheuerten alten dänischen Liedern und lernten die Partykultur der Kopenhagener kennen. Um vier Uhr liefen wir dann zurück in die Wohnung. Nur Johann und ich waren von den Frederiksbergern übrig geblieben. Ich mit Fahrrad, er mit Metroticket. Hm....Ab auf den Gepäckträger und ab nach Hause. Hui....nicht ganz ungefährlich, aber lustig! Um fünf erreichte ich dann tot müde mein Bett und war so froh ausschlafen zu können. Keine Eltern, die irgendetwas wollen oder die Ansicht vertreten, man könne ja nicht den ganzen Tag verschlafen.
ABER...da habe ich meine Rechnung ohne meine polnische Nachbarin gemacht. Sie weckte mich morgens um halb 12 und motivierte mich zu einen Strandausflug (wer weiß wie lange das Wetter noch gut ist. Ja, wer weiß das schon...) Ab aufs Fahrrad und zum Amager Strand mit einer Gruppe von 7 Mädels. Ein wunderschöner 5 Kilometer langer
Sandstrand. Herrlich! Die gut 10 Kilometer bis zum Strand vergingen wie im Fluge und das Wasser war gar nicht sooo kalt. Es wurde nach dem (wahrscheinlichen Abbaden) gepicknickt. Dann gings los auf große Tour! Drei besonders coole Mädels (ich war natürlich eine davon ;-) ) radelten den Strand entlang, durch die nahe liegenden Wohnviertel und machten eine dicke Fahrradtour. Es wurde einfach gefahren und gestaunt. Das war ein so anderes Kopenhagen. Viel gemütlicher und realer. Nicht einfach nur modisch und hektisch. Als wir dann die Karte zückten und uns auf den Weg zurück machten fanden wir uns plötzlich auf der Autobahn wieder. Wir drei Mädels auf dem Fahrrad beanspruchten die rechte Spur. Lustig, wenn auch etwas gefährlich. Es wurden dann noch drei Dänemarkfahnen "mitgenommen" und nach einer langen, aber schönen Tour kamen wir zurück und ich fiel tot müde ins Bett. Der Sonntag bestand aus aufräumen, packen, leckerem Kartoffelgratin mit Spinat, Schokoküssen mit Kokus und jeder Menge Tee. Das geschah fast alles in Begleitung von Nathalie :-)



so sehen hier übrigens die Metro Stationen aus...

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