Am Montag hatte ich wieder „Sprachkurs“. Anne- Marie, die Koordinatorin der Diakonie, hat etwas mit uns gelesen und wir haben dänische Kinderlieder gesungen. Der richtige Sprachkurs startet in zwei bis drei Wochen. Endlich!
Am Dienstag hatten wir dann einen Sprachtest in unserer „baldigen“ Sprachschule. Ich bin wirklich kein Prüfungsmensch, aber es lief soweit ganz gut.
Am Mittwoch war ich mit Nathalie schwimmen. Obwohl… wirklich schwimmen ist übertrieben. Wir sind aber zur Frederiksberg svømmehalen gefahren. Und dieses kleine 25-meter Becken war extrem überfüllt. Ich würd hier mal von Doppelbuchungen sprechen. Die Bahnen sind eingeteilt in Brustschwimmer 1 (das sind die langsameren Schwimmer, überwiegend Schwangere und ältere Damen) Bahn zwei wird von den etwas flotteren Brustschwimmern belegt (hier schwimmt jeder mit Brille und das Tempo ist schon ganz ordentlich) und dann kommen die Kraulschwimmer. Ein großes dickes Schild gibt hier den Befehl zum Kraueln. Die Idee maximiert die Auslastung des Schwimmbads, aber es ist nicht sehr angenehm wenn 20 cm hinter dir schon der nächste schwimmt. So haben wir uns dann bald in die Sauna gesellt (die wenigstens etwas mehr Platz hatte).
Am Donnerstag hatten wir dann unseren „Gilmoregirls“- Abend in der Skindergade. Erst gab es lecker Rosenkohl, Rotkohl und Kartoffeln und danach dann zwei Folgen Gilmoregirls. Man lernt also immer wieder Neues kennen ;-)
Am Freitag hatte ich mal wieder Waschtag. Und es war eine mittelschwere Katastrophe! Moritz und ich hatten parallel beide Maschinen in Betrieb und sind dann nach 45 Minuten Waschzeit zurückgekehrt. Stromausfall. Toll. Jedes mal, wenn die Maschine zum schleudern angesetzt hat, ist die Sicherung rausgeflogen. Wir haben dann ein Notprogramm eingestellt und gewartet was passiert. Nach ungefähr ’ner halben Stunde und ’ner Menge Nerven ging es dann einigermaßen. Das Wasser was aus der Maschine kam (es gibt einen Schlauch der das Wasser nach vorne auf den Boden leitet - soll wohl auch nicht so) war nicht wirklich klar, sondern ziemlich seifig. Aber ich werd’s wohl überleben.
Am Samstag hab ich dann endlich mein Zugticket gekauft und ein paar Wandaufkleber für mein Zimmer. Abends gab es dann eine kleine Überraschungsparty für eine Freiwillige, die Geburtstag hatte. Und wir hatten eine nette Runde.
Tja und jetzt sitze ich hier in meine Wolldecke eingemummelt und mit kalten Füßen (trotz Omas Wollsocken). Dieses Haus ist irgendwie gar nicht isoliert. Ich freu mich auf den Winter. Der Herbst ist jetzt nämlich endgültig da. Wir hatten hier wohl erstaunliches Glück, einen so schönen Spätsommer gab es lange nicht in Kopenhagen, so hört man es von allen Seiten. Jetzt stürmt und regnet es. Ich muss das Licht in meinem Zimmer anmachen und es ist grad mal halb drei. Ich hoffe morgen wird das Wetter etwas besser…Ich hab immer noch keine Regenhose und Fahrradfahren bei Sturm macht auch eher wenig Spaß. Ich lass mich überraschen.
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