Sonntag, 20. Dezember 2009

Hopenhagen


Also…wo fange ich an? Am besten bei der Demo.
Ihr wisst über die Fakten der Demo sicher besser bescheid als ich. Die dänische Zeitung ist doch schwer zu verstehen und sämtliche Internetseiten widersprechen sich. Aber es war der Hammer!
Mama war zu besuch und wir sind mit Martin und Nils am Samstagmorgen losgezogen. Erster Anlaufpunkt: die Kirche. Um bummelig halb eins waren wir mit Buttons und Schildern ausgerüstet. Wir hörten verschiedene Kirchenvertreter sprechen und fingen an zu frieren. Um kurz nach eins zogen wir los Richtung Christiansborg –Treffpunkt für Alle. Hier gab es die lustigsten Gestallten zu sehen. Jung und alt. Öko und Sportler, bunt und schwarz Gekleidete… Am aller besten gefiel mir ein selbst gebasteltes Transparent: „Gi’ os hvid jul!“ (gib uns weiße Weihnacht). Gegen halb drei setzten wir uns dann in Bewegung. Und es war kalt! Die Sonne schien, aber nicht auf uns. Die Demo selbst verlief zumindest für uns fünf ohne größere Zwischenfälle. Abgesehen davon, dass Martin sich seine Lippe aufgeschlagen hat (er ist gestolpert und gegen sein Schild gefallen) und wir plötzlich mitten im schwarzen Block standen. Erst wurde es hinter uns schwarz, dann links und dann überall. Aber dank schnellem Schritt wurde dieses Problem dann auch gelöst. Puh ha! Nach einiger Zeit haben Martin und ich uns an den Rand der Demo begeben um so durch die verschiedenen Blocks zu gehen. Wir haben natürlich nur einen winzigen Teil geschafft, aber dieser Teil war zu 80% sozialistisch. Die Leute warben für einen „System Change!“ und vertrieben WWF- Transparente aus ihrem Block. Ich dachte wir demonstrieren zusammen, zumindest halbwegs. Aber naja.
Von dem völlig inakzeptablen Verhalten der Polizei, haben wir nichts mitbekommen. Doch die Nervosität war auf beiden Seiten deutlich zu spüren.
Und so war an COP 15 wenigstens die Demo ein kleiner Erfolg. Was für eine Schande!



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